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BlogMarke und LogoMelanie Pfeiffer5 Minuten

Ich zeige mich, aber es kommt nicht an: Warum dein Auftritt nicht zeigt, wer du heute bist

Es kommt nicht an, wenn dein Auftritt etwas anderes zeigt als das, was du heute machst. Logo, Farben, Fotos und Texte stammen aus einer Zeit, in der noch nicht klar war, wofür du stehst, oder sie wurden gewählt, weil sie seriös aussehen. Dann öffnet jemand deine Website und findet darin nicht die Person, die er im Erstgespräch kennenlernt, und du erklärst, was auf der Seite fehlt. Der Abstand zwischen innen und außen schließt sich mit einer Entscheidung, wer du heute in deiner Arbeit bist, und mit der Auswahl von Zeichen, Schrift, Farbe und Bild, die genau das zeigen.

Wortmarke David Frank, Leadership Psychologie, auf Petrol, madea

Stand: Oktober 2026. Das Beispiel in diesem Artikel ist ein Projekt, das als Case Study auf madea.at steht. Die Zitate stammen aus Google-Bewertungen und von den Angebotsseiten.

Woran merkst du, dass dein Auftritt dich nicht zeigt?

Du merkst es an fünf Stellen, die du selbst prüfen kannst:

  1. Der Link. Schickst du deine Website mit einem Zusatz wie „ist schon älter“ oder „wird gerade überarbeitet“?
  2. Der erste Satz. Kann jede Kollegin den ersten Satz deiner Startseite genauso schreiben?
  3. Das Erstgespräch. Erklärst du am Anfang, was auf der Website nicht steht oder nicht mehr stimmt?
  4. Die Fotos. Sind deine Fotos älter als deine jetzige Art zu arbeiten?
  5. Die Farbe. Ist deine Markenfarbe die Lieblingsfarbe, die vor Jahren im Baukasten eingestellt war?

Jedes Ja zeigt eine Stelle, an der innen und außen auseinanderliegen.

Warum kommt es nicht an, obwohl du dich zeigst?

Es kommt nicht an, weil der Auftritt vor der Entscheidung entstanden ist, wer du heute bist. Zur Gründung war das Angebot noch breit, und die Website hat es in Wörtern beschrieben, die seriös klingen und bei jeder Praxis stehen können: „ganzheitliche Begleitung“, „individuelle Lösungen“, „auf Augenhöhe“. Seither hast du gearbeitet, Schwerpunkte gefunden und andere weggelegt. Die Seite hat das nicht mitgemacht. Der Auftritt wirkt oft kleiner als die Arbeit dahinter.

Bei Yoga is Bliss, dem Studio von Eva, beschreibt die Case Study die Ausgangslage so: Eva ist aus ihrem Auftritt herausgewachsen, die Website war zu verspielt und nicht mehr zeitgemäß, und ihre Erfahrung aus über zehn Jahren Unterricht war darin nicht sichtbar. Das Ziel war ein erwachsenerer Auftritt, der Herzlichkeit und Wärme mit Erfahrung verbindet.

Was heißt übersetzen, wenn ein Psychologe oder Coach eine Marke bekommt?

David Frank begleitet Führungskräfte und Teams, im Coaching und in der Organisationsentwicklung. Er ist mit einem Logo gekommen, das für ihn nicht mehr stimmig war: zwei senkrechte Striche, links und rechts vom Namen, wie ein Rahmen. Im Workshop hat er beschrieben, dass er Räume öffnet, in denen Menschen sich zeigen können, und dass er in diesen Räumen präsent bleibt. Seine Worte dafür waren Ruhe, Tiefe, Klarheit, Präsenz, Verbindung und Wärme.

Das Zeichen ist jetzt ein offener Kreis mit einem Punkt darin. Der offene Ring steht für Entwicklung, der Punkt für den Menschen darin. Petrol und Nachtblau sind der Grund, Rauchblau bringt Luft hinein, und Korallrot setzt den Punkt. Die Fragen am Anfang haben Davids Worte auf den Tisch gebracht, und daraus sind das Zeichen, die Farben und die Karte entstanden.

Zeichen von David Frank, offener Kreis mit Punkt, in vier Farbfeldern, madea

Übersetzen heißt also: Ein Satz aus deinem Mund wird zu einer Form, die auf eine Karte passt, und zu Farben, die zu diesem Satz gehören. Die Form kommt aus deinen Worten, nicht aus einem Katalog mit Symbolen für Psychologie.

Visitenkarte von David Frank auf Petrol mit Korallrot, madea

Welche Entscheidung fehlt vor dem Design?

Vor dem Design fehlt die Antwort auf drei Fragen, die auf der Seite zum Markenmentoring stehen: „Was bietest du an, und was lässt du weg?“, „Wer bist du in all dem, als Fachfrau und als Mensch?“ und „Passt das, was du anbietest und verlangst, zu dem, was du heute kannst?“

Die Antworten sind der Maßstab für jede Gestaltung danach. Ein Zeichen, das zur Antwort passt, bleibt. Eines, das vorher entstanden ist, muss sich daran messen lassen. Das Wichtigste sagt jemand dabei meist beiläufig, und meine Arbeit ist, das zu hören. Wenn du mehrere Ausbildungen hast und nicht weißt, welche vorne steht, findest du die Reihenfolge im Artikel Mehr Ausbildungen als Kundinnen.

Was kannst du behalten, wenn du dich neu zeigst?

Behalten kannst du deinen Namen, deine Erfahrung und die Sätze deiner Kundinnen. Eine Google-Bewertung, die beschreibt, wie es bei dir war, sagt mehr über dich als ein Absatz über Werte. Fotos bleiben, wenn sie dich so zeigen, wie du heute arbeitest. Beim Logo gilt die Frage von oben: Passt es zur Antwort, wer du heute bist? Auch dein Instagram-Profil bleibt, wenn die Beiträge zeigen, womit du heute arbeitest, und die Bio den ersten Satz der neuen Website übernimmt.

Wann ein Logo modernisiert wird und wann ein Rebranding fällig ist, steht im Artikel Logo und Website passen nicht mehr zu dir. Wer gerade erst anfängt und noch keinen Auftritt hat, findet die Reihenfolge im Artikel Ausbildung fertig, und jetzt?.

Wie zeigst du dich, ohne dich zu verbiegen?

Du zeigst dich mit Inhalten, die aus deiner Arbeit kommen: ein Begriff, den du Klientinnen oft erklärst, dein Raum, wie ein Erstgespräch bei dir abläuft, wer du bist, mit Berufsbezeichnung. Das sind Dinge, die du im Erstgespräch ohnehin sagst und jetzt aufschreibst. Für Psychotherapeutinnen gilt dabei die Werberichtlinie, und was erlaubt ist, steht im Artikel Werbung als Psychotherapeutin.

Elena Hametner, Yogalehrerin, hat nach ihrem Projekt auf Google geschrieben: „Schon bei unserem ersten Gespräch hab ich mich unglaublich wohl gefühlt und konnte mich so zeigen, wie ich bin. … Sie hat von Beginn an erkannt, was mich als Mensch/Yogalehrerin ausmacht und dies auf der Website auf den Punkt gebracht.“ Die Website zeigt dann, was im Gespräch ohnehin da war.

Wie läuft das mit madea?

Wenn offen ist, wer du heute in deiner Arbeit bist, beginnt es mit dem Markenmentoring: acht Termine in zwei Monaten, einmal pro Woche. Dort klären wir die drei Fragen von oben, und am Ende bekommst du ein Markenbuch, in dem alles steht, was wir herausgefunden haben. Danach setzen wir deine Marke um. Das heißt bei mir Brand Alchemy: Ich übersetze deinen Kern in deine Marke und deine Website. Was du im Workshop über deine Arbeit sagst, wird dabei zu einem Zeichen, zu Schrift, Farbe und Bild, und ich wähle so aus, dass du dich in jedem Teil wiedererkennst, auf der Karte genauso wie auf der Website.

Melanie Pfeiffer vor einer Wand mit Notizzetteln im Büro in Linz, madea

Wer schon weiß, wofür er steht, beginnt direkt mit Brand Alchemy. Welcher Weg zu dir passt, klären wir im Erstgespräch.

Fragen dazu

Warum kommt mein Auftritt nicht an, obwohl ich mich zeige?

Weil Logo, Farben, Fotos und Texte meist vor der Entscheidung entstanden sind, wer du heute in deiner Arbeit bist. Sie zeigen dann eine frühere oder eine allgemeine Fassung von dir.

Was muss vor dem Design entschieden sein?

Was du anbietest und was du weglässt, wer du in all dem bist, und ob das, was du anbietest und verlangst, zu dem passt, was du heute kannst. Diese drei Fragen klärt das Markenmentoring.

Muss ich mein Logo wegwerfen, wenn es mich nicht mehr zeigt?

Nein. Es muss sich an der Antwort messen lassen, wer du heute bist. Passt es dazu, bleibt es. Wann ein Logo modernisiert wird und wann ein Rebranding fällig ist, steht im Artikel zum Rebranding.

Melanie Pfeiffer, madea, Linz

Autorin

Melanie Pfeiffer ist Markenmentorin und Brand Designerin in Linz. Seit 2020 sind bei madea über 70 Marken entstanden, mehr als 50 davon für Gesundheitsberufe, Praxen und Zentren. Mehr über Melanie

Quellen

  1. Case Study David Frank, Leadership Psychologie (altes Logo, Worte aus dem Workshop, Zeichen, Farben): madea.at/portfolio/case-study-david-frank-leadership-psychologie (abgerufen am 12.10.2026)
  2. Case Study Yoga is Bliss (Ausgangslage und Ziel): madea.at/portfolio/yoga-is-bliss (abgerufen am 12.10.2026)
  3. madea, Markenmentoring (die drei Fragen, „Wenn wir gemeinsam weitermachen, heißt das Brand Alchemy“): madea.at/markenmentoring (abgerufen am 12.10.2026)
  4. madea, Brand Alchemy: madea.at/markenentwicklung-brand-strategy-webdesign (abgerufen am 12.10.2026)
  5. Google-Bewertung von Elena Hametner

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