Zum Inhalt
Erstgespräch buchen

BlogMarke und LogoMelanie Pfeiffer7 Minuten

Logo und Website passen nicht mehr zu dir: Wann ist ein Rebranding fällig?

Ein Rebranding ist fällig, wenn dein Auftritt etwas zeigt, das du heute nicht mehr bist: ein früheres Angebot, eine andere Zielgruppe oder den Stand von vor ein paar Jahren. Passt die Richtung noch und ist nur die Gestaltung in die Jahre gekommen, reicht es meistens, das Logo zu modernisieren und die Website neu aufzusetzen. Den Unterschied merkst du an den Anfragen und daran, ob du den Link zu deiner Website gern weiterschickst.

Logo von Dr. Judith Hirzenberger, Schriftzug jh. mit Name und Fachrichtung auf Salbeigrün, madea

Stand: Oktober 2026. Ich bin Brand Designerin, keine Juristin. Für das Ordinationsschild ist deine Ärztekammer zuständig, für den Markenschutz das Österreichische Patentamt.

Woran merkst du, dass dein Auftritt nicht mehr zu dir passt?

Ein Auftritt wächst selten auf einmal aus. Meistens verschiebt sich die Arbeit Stück für Stück, während Logo, Website und Karten so bleiben, wie sie zur Gründung waren. Prüf deinen Auftritt an diesen sieben Stellen:

  1. Schwerpunkt. Auf deiner Startseite steht ein Thema vorne, mit dem du heute weniger arbeitest. Das, wofür du angefragt werden willst, findet man erst weiter unten.
  2. Anfragen. Es melden sich Menschen mit Anliegen, die du nicht mehr übernimmst, und die, mit denen du am liebsten arbeitest, bleiben aus.
  3. Erstgespräch. Am Anfang jedes Gesprächs erklärst du, was auf der Website fehlt oder nicht mehr stimmt.
  4. Link. Du schickst die Adresse deiner Website ungern weiter, oder nur mit einem Satz wie „die ist schon älter“.
  5. Honorar. Deine Preise sind mit deiner Erfahrung gestiegen, und der Auftritt wirkt noch wie im ersten Jahr.
  6. Einzelteile. Logo, Karte, Schild, Website und Instagram sehen aus, als kämen sie aus verschiedenen Jahren, weil sie zu verschiedenen Zeiten entstanden sind.
  7. Neue Lage. Eine Kollegin kommt dazu, du übersiedelst, eröffnest einen zweiten Standort oder änderst den Namen.
Sanduhr in einer Hand vor dunklem Hintergrund, Stimmungsbild, madea

Treffen vor allem die Punkte 4 bis 6 zu, geht es meist um die Gestaltung. Bei den Punkten 1 bis 3 hat sich deine Arbeit verändert, und dann hilft ein neues Logo allein wenig.

Logo modernisieren oder Rebranding: Was ist der Unterschied?

Beim Modernisieren bleibt die Richtung. Name, Zielgruppe und Angebot stimmen, alt ist nur die Umsetzung. Ein Rebranding fängt früher an, bei der Frage, wer du heute in deiner Arbeit bist und was du anbietest. Erst daraus ergibt sich, was neu wird und was bleiben darf.

WegAusgangspunktNameLogoWebsiteSchild und Karten
ModernisierenDie Gestaltung ist alt, die Richtung stimmtbleibtZeichen und Schrift werden klarer, mit Varianten für Handy und Schildtechnisch neu, Inhalte großteils gleichneu gedruckt
RebrandingDeine Arbeit hat sich verändertbleibt oder wird neuentsteht aus dem, was neu geklärt ist; Vertrautes kann bleibenneue Struktur und neue Texteneu gestaltet und gedruckt

Wann reicht es, als Therapeut oder Coach das alte Logo zu modernisieren?

Wenn Menschen dich unter deinem Namen kennen und weiterempfehlen und dein Angebot noch dasselbe ist. Dann lohnt es sich, das Vertraute zu behalten und die Stellen zu verbessern, die heute nicht mehr funktionieren:

  • Kleine Größen. Feine Linien und lange Schriftzüge verschwinden im Profilbild auf Instagram, im Browser-Tab und auf dem Handy.
  • Farben. Am Bildschirm wirken sie anders als gedruckt, weil nie festgelegt wurde, welcher Farbwert wofür gilt.
  • Dateien. Es gibt nur eine Datei in einer Größe, und für Schild, Folie oder Stempel fehlt die Vektordatei.
  • Varianten. Das Logo hat nur eine Anordnung und passt weder quer in den Kopf der Website noch hoch auf das Schild.

Eine Modernisierung behält, woran man dich erkennt, oft das Zeichen oder die Farbe, und macht es in jeder Größe lesbar. Wer dein altes Logo gestaltet hat, ist dafür egal. Wichtig ist, dass du die Rechte zur Bearbeitung hast; was das beim Logo bedeutet, steht im Artikel Logo von der Freundin oder aus dem Generator.

Was bleibt bei einem Rebranding, und was wird neu?

Halte zuerst fest, was Menschen schon mit dir verbinden. Das ist oft dein Name, weil Empfehlungen über ihn laufen, und manchmal eine Farbe, die Patientinnen vom Schild kennen. Auch die Adresse deiner Website hat Wert, weil Google dich seit Jahren unter ihr findet.

Neu wird, was zu deiner früheren Arbeit gehört, etwa ein Zeichen für einen Schwerpunkt, den es nicht mehr gibt, oder Texte für Menschen, die du heute nicht mehr ansprichst. Ändert sich die Struktur der Website, leitest du die alten Adressen auf die passenden neuen Seiten weiter. Sonst führen Links aus Verzeichnissen und Google-Treffer ins Leere.

Der Name kann bleiben, solange er deine Arbeit noch beschreibt. Passt er nicht mehr, findest du im Artikel Praxisname finden die Wege zu einem neuen.

Was ändert sich am Praxisschild, am Google-Profil und beim Markenschutz?

Für Ärztinnen und Ärzte gilt seit 1. Februar 2026 die Schilderordnung 2026 der Österreichischen Ärztekammer. Schilder, die davor schon hingen, dürfen nach der alten Schilderordnung von 2012 bleiben (§ 8 Abs. 3). Bestellst du im Zuge eines Rebrandings ein neues Schild, gilt die neue Ordnung. Pflicht sind dann dein Name, der akademische Grad, die Berufsbezeichnung, mit der du in der Ärzteliste stehst, und ein Hinweis zur Erreichbarkeit (§ 3 Abs. 1). Ein selbst gewählter Eigenname der Ordination und ein Logo sind erlaubt (§ 4 Abs. 2), solange das Schild nicht aufdringlich oder marktschreierisch wirkt (§ 2 Abs. 2). Mehr dazu im Artikel Ordinationsschild nach der Schilderordnung 2026. Für Therapeutinnen gilt das Berufsrecht ihres Berufs.

Google gibt für das Unternehmensprofil vor, einheitlich den Namen zu verwenden, den du auch auf deiner Website und am Schild führst. Stell Schild, Website und Profil deshalb in derselben Woche um, damit nirgends zwei Namen nebeneinander stehen.

Einen neuen Namen oder ein neues Logo kannst du beim Österreichischen Patentamt als Marke anmelden. Online kostet das 294 Euro für bis zu drei Klassen, jede weitere Klasse 75 Euro, und der Schutz gilt zehn Jahre ab dem Anmeldetag. Das Amt prüft bei der Anmeldung nicht, ob es schon ähnliche ältere Marken gibt. Such deshalb vorher selbst, kostenlos in der Registerdatenbank see.ip und in TMview. Ist dein altes Logo schon als Marke eingetragen, lassen sich beim Patentamt nachträglich Name, Adresse oder Inhaberin ändern. Für ein neues Zeichen braucht es, soweit ich das lese, eine neue Anmeldung.

Wie läuft ein Rebranding ab?

Die Reihenfolge ist dieselbe wie bei einer Gründung, mit dem Unterschied, dass es schon einen Bestand gibt:

  1. Bestand. Du sammelst, was es gibt: Logo-Dateien, Karten, Schild, Website und Profile. Dazu gehört die Frage, was davon Menschen wiedererkennen.
  2. Klärung. Geklärt wird, wer du heute in deiner Arbeit bist und was du für wen anbietest.
  3. Entscheidung. Aus der Klärung folgt, was bleibt und was neu wird, vom Namen bis zur Farbe.
  4. Gestaltung. Logo, Farben, Schriften und Bildsprache entstehen aus dem, was geklärt ist.
  5. Website. Struktur und Texte werden neu, die alten Adressen leiten auf die neuen Seiten weiter.
  6. Umstellung. Schild, Karten, Google-Profil, Instagram und die Signatur im Mail wechseln in derselben Woche.

Wie sieht ein Rebranding bei einer Wahlärztin aus?

Dr. Judith Hirzenberger ist Wahlärztin für Allgemein- und Familienmedizin in Linz. Ihr erster Auftritt ist vor einigen Jahren bei madea entstanden, damals mit der Schmerztherapie als Schwerpunkt. Heute steht die Allgemeinmedizin im Zentrum, und dafür sind laut Case Study Positionierung, Texte, Brand Design und Webdesign neu entstanden.

Am Anfang der Website steht heute ein Satz, der von Judith selbst stammt: „Gesundheit gemeinsam leben.“ Die Farben sind Salbei, Creme und Tiefgrün. Fachbegriffe wie „evidenzbasiert“ wurden in eine Sprache übersetzt, die Patientinnen und Patienten ohne Vorwissen verstehen, und Leistungen und Honorare sind klar beschrieben. Die ganze Case Study: Dr. Judith Hirzenberger.

Website von Dr. Judith Hirzenberger am Handy: ihr Zitat auf Salbeigrün und der Abschnitt Mein Angebot, madea

Bianca, Sporttherapeutin, hat über die Zusammenarbeit geschrieben: „Melanie hat meine Vorstellungen sofort verstanden und daraus eine Marke entwickelt, die wirklich zu mir passt. Ich habe jetzt viel mehr Orientierung für die nächsten Schritte.“

Wie läuft ein Rebranding mit madea?

Für Menschen, die schon länger selbstständig sind und deren Auftritt nicht mehr zu dem passt, was sie heute können, gibt es bei mir Brand Alchemy. Im Markenworkshop klären wir zuerst deine Essenz: wofür du die erste Adresse bist und wie dein Angebot so klar wird, dass es jemand versteht, der dich nicht kennt. Dort übersetze ich deine Persönlichkeit und deine Strategie in Marke, Design und Website, und ich wähle Logo, Farben, Schriften und Bildsprache so aus, dass sie zu dir passen und zusammen eine Marke ergeben, die sich nach dir anfühlt. Jeden Logo-Entwurf zeichne ich selbst, auf Basis von dem, was wir im Workshop besprochen haben.

Melanie Pfeiffer lacht vor einer Wand mit Notizzetteln im Büro in Linz, madea

Führst du eine Praxis oder Ordination, sind deine Leistungen fachlich klar und soll vor allem alles neu dastehen, passt der Praxisauftritt. Dort entwickle ich Logo und Gestaltung neu oder überarbeite sie, und ich kümmere mich um Website mit Texten, Fotoshooting, Visitenkarten, Praxisschild und Druck. Welcher Weg zu dir passt, klären wir im Erstgespräch.

Fragen dazu

Wann ist ein Rebranding sinnvoll?

Wenn sich deine Arbeit verändert hat und dein Auftritt noch die frühere zeigt: einen anderen Schwerpunkt, eine andere Zielgruppe, ein altes Angebot. Typische Zeichen sind Anfragen, die nicht mehr passen, und dass du im Erstgespräch zuerst erklärst, was auf der Website nicht mehr stimmt.

Was ist der Unterschied zwischen Rebranding und Logo modernisieren?

Beim Modernisieren bleiben Richtung und Name, und Logo und Website werden klarer und in allen Größen lesbar. Ein Rebranding beginnt bei der Frage, wer du heute in deiner Arbeit bist und was du anbietest, und daraus ergibt sich, was neu wird und was bleibt.

Brauche ich nach einem Rebranding ein neues Ordinationsschild?

Ein Schild, das schon vor dem 1. Februar 2026 hing, darf nach der alten Schilderordnung bleiben (§ 8 Abs. 3 Schilderordnung 2026). Lässt du ein neues Schild machen, gilt die Schilderordnung 2026; Eigenname und Logo sind darauf erlaubt. Name auf Schild, Website und Google-Profil sollten danach übereinstimmen.

Melanie Pfeiffer, madea, Linz

Autorin

Melanie Pfeiffer ist Markenmentorin und Brand Designerin in Linz. Seit 2020 sind bei madea über 70 Marken entstanden, mehr als 50 davon für Gesundheitsberufe, Praxen und Zentren. Mehr über Melanie

Quellen

  1. Schilderordnung 2026 der ÖÄK, Kundmachung Nr. 04/2025, veröffentlicht am 17.12.2025 (§ 2 Abs. 2 nicht aufdringlich, § 3 Abs. 1 Pflichtangaben, § 4 Abs. 2 Z 2 und 3 Eigenname und Logo, § 8 Abs. 1 in Kraft 1.2.2026, § 8 Abs. 3 bereits angebrachte Schilder nach Schilderordnung 2012): aerztekammer.at/documents/d/content-pool/schilderordnung-2026 (abgerufen am 09.10.2026)
  2. Österreichisches Patentamt, Marke national (Schutzdauer zehn Jahre ab Anmeldetag, Grundgebühr online 294 Euro für bis zu drei Klassen, 75 Euro je weitere Klasse, „prüft im Anmeldeverfahren nicht, ob bereits identische oder verwechslungsfähige ältere Marken bestehen“, Recherche in see.ip und TMview): patentamt.at/schutz-anmelden/marken-anmelden/marke-national (abgerufen am 09.10.2026)
  3. Österreichisches Patentamt, Anmelde- und Veröffentlichungsgebühren (Onlineanmeldung 294 Euro inkl. Schriftengebühr 44 Euro, Klassengebühr ab der 4. Klasse 75 Euro): patentamt.at/schutz-anmelden/anmeldegebuehren (abgerufen am 09.10.2026)
  4. Österreichisches Patentamt, Änderungen Marke national (änderbar: Name, Adresse, Vertretung, Übertragung, Teilung, Einschränkung des Verzeichnisses; eine Änderung des Zeichens selbst ist dort nicht vorgesehen): patentamt.at/rechte-verwalten-wahren/marken/aenderungen-marke-national (abgerufen am 09.10.2026)
  5. Google Unternehmensprofil, Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen auf Google („Verwenden Sie für Ihr Unternehmen einheitlich den Namen, den Sie auch außerhalb von Google für Ihr Ladengeschäft, Ihre Website, Ihr Briefpapier und gegenüber Kunden gebrauchen“): support.google.com/business/answer/3038177?hl=de (abgerufen am 09.10.2026)
  6. Case Study Dr. Judith Hirzenberger (Allgemein- und Familienmedizin, Linz; erster Auftritt vor einigen Jahren bei madea mit Schmerztherapie als Schwerpunkt, heute Allgemeinmedizin; Positionierung, Texte, Brand Design, Webdesign; Leitgedanke „Gesundheit gemeinsam leben.“ von Judith; Farben Salbei, Creme, Tiefgrün; „evidenzbasiert“ übersetzt; Leistungen und Honorare klar beschrieben): madea.at/portfolio/hirzenberger (abgerufen am 09.10.2026)
  7. madea, Brand Alchemy (Zielgruppe „du schon länger selbstständig bist und dein Auftritt nicht mehr zu dem passt, was du heute kannst“, Essenz, „Ich übersetze deine Persönlichkeit in ein vollständiges Markenbild“, „Eine Marke, die sich nach dir anfühlt“): madea.at/markenentwicklung-brand-strategy-webdesign (abgerufen am 09.10.2026)
  8. madea, Praxisauftritt („eine Praxis eröffnest, übernimmst oder modernisierst“, „Ich entwickle Logo und Gestaltung neu oder überarbeite sie“, Website mit Texten, Fotoshooting, Visitenkarten, Praxisschild, Druck und Produktion): madea.at/praxisauftritt-fuer-therapeutinnen-aerzte (abgerufen am 09.10.2026)
  9. Kundenstimme Bianca, Sporttherapeutin, wörtlich aus 03_kundenstimmen_google_2026.md (Abschnitt „Zusätzliche Kundenstimmen von madea.at“), live auf madea.at/kundenstimmen (abgerufen am 09.10.2026)
  10. Leuchtturm, Abschnitt 10, Punkt 28 (Melanie zeichnet jeden Logo-Entwurf selbst auf Basis des Workshops)

Lieber schreiben?

Hallo Melanie, ich bin und erreichbar unter . Es geht um .

Deine Angaben verwende ich nur für meine Antwort. Datenschutz

melanie@madea.at · 0676 38 00 188 · Büro im Herzen von Linz, Bischofstraße 5, 4020 Linz